Fachschaft Raumplanung

Umzug der Raumplanung

Ein Umzug des Departments für Raumplanung ist schon im Gespräch seitdem ein großer Teil der Fachbereiche der Raumplanung vor 15 Jahren die Operngasse 11 bezogen hat. Hier entstand die Aufteilung der restlichen Fachbereiche auf die verschiedenen Standorte, welche sich zu einem großen Teil in angemieteten Gebäuden befinden. Ziel des Rektorats und der Fakultät seit dem Entwicklungsplan von 2012 [1] ist es Raumplanung, Architektur und das Bauingieneurwesen im Hauptgebäude zu vereinen. Wunsch war es die Verbindung zwischen der Architektur und der Raumplanung als gemeinsame Fakultät zu stärken.

Viele Schritte hierzu wurden bereits getätigt, auch gegen den Widerstand mancher Lehrender. Etwa entstand die Plattform FutureLab und es gab auch schon zögerliche Annäherung beider Studienkommissionen bei der Gestaltung der Studienpläne. Die beiden Fachschaften haben diesen Austausch immer gelebt und gefordert, wenngleich auch hier vor allem von Seiten der Raumplanung immer darauf geachtet wurde die Eigenständigkeit und inhaltliche Ausrichtung des Studiums nicht zu verlieren. Es war jedoch immer davon auszugehen, dass diese Umstrukturierung einer Logik folgt, die schlussendlich Vorteile für beide Studienrichtungen mit sich bringt. Kritisch betrachtet werden kann, dass von Seiten der GUT und der BIG immer eine effizientere Strukturierung im Vordergrund steht. Das heißt, egal in welchem Szenario, war immer absehbar, dass der Studienrichtung nach einem Umzug weniger Platz zur Verfügung stehen wird als jetzt. Dennoch gingen wir davon aus, dass die Gestaltung dieser neuen Struktur die Interessen aller miteinbeziehen und die Entscheidungsfindung in den Gremien der Studienrichtungen und der Fakultät gemeinsam mit dem Rektorat und Gebäude und Technik (GUT) geschehen würde.

Leider wissen wir jetzt, dass alles wohl ganz anders kommen wird.

Die Räume in der Operngasse 11 müssen laut der GUT schon um einiges früher an Verwaltungseinheiten der TU übergeben werden als bis vor kurzem noch angenommen. Gerade stehen auch aufgrund der sogenannten Sicherheitssanierung im Hauptgebäude, jedoch nicht die nötigen Flächen zur Verfügung um die Fachbereiche der Operngasse 11 und die FS Raum unterzubringen. Ob der Umzug in das Hauptgebäude jemals gelingen kann, steht im Moment in den Sternen, da schlicht das Geld fehlt ein (offenbar gewaltiges) Archiv, das sich in den für die Raumplanung gedachten Räumen befindet,  umzusiedeln. Als Ersatz für diese nicht verfügbaren Flächen entschied sich das Rektorat der TU Wien für die Karlsgasse 11 als neuen Standort für die Raumplanung. Auch dieses Gebäude muss jedoch erst saniert werden. Als zwischenzeitlicher Ausweg für diese Raumknappheit wurde das alte Gebäude der Wirtschaftsuniversität gewählt. Nun soll also die Raumplanung bereits ab diesem Sommer komplett in das alte WU Gebäude ziehen. Ein Großteil der Lehre soll in der alten WU stattfinden, ebenso sollen die Fachbereiche die dem Department zugeordnet sind, sowie die Fachschaft Raumplanung und die Arbeitsräume dieser, an dem neuen Standort bei Spittelau Platz finden. Frühestens 2018 soll dann ein erneuter Umzug in die nun renovierte Karlsgasse 11 erfolgen. Diese soll laut den Verantwortlichen von Gebäude und Technik die gesamte Raumplanung beherbergen. Währenddessen sollen die derzeitigen Räume der Fachbereiche und der Fachschaft, für undurchsichtige Raumrochaden genutzt werden, die laut GUT und Rektorat notwendig seien, um alle Räumlichkeiten renovieren zu können.

Zusammenfassend ist diese Umstrukturierung ein intransparenter Prozess, der die Studienrichtungen rein informativ miteinbezieht – nachdem der Prozess beendet scheint. All das wurde nicht von der Fakultät, dem Department, oder den betroffenen Studierenden entschieden oder diskutiert, sondern “top down” vom Rektorat beschlossen. Die Entscheidung wurde diesen Dienstag den Fach- und Arbeitsbereichsleiter*innen sowie der Fachschaft vom Vizerektor für Infrastruktur und dem Leiter der GUT mitgeteilt. Trotz mancher Hinweise auch von Seiten der Fach- und Arbeitsbereichsleiter*innen auf dieses Versagen, war diese Sitzung nicht von Protest und Ablehnung gegen den Entschluss geprägt. Entgegen der anfänglichen Ablehnung und dem Unmut bezüglich offen gebliebener Fragen, ließen sich die Fachbereichsleiter, der Dekan, der Studiendekan und der Departmentleiter aus unserer Sicht geschickt vom Leiter der GUT einspannen. Kein Wunder, wurden wir doch bei dieser Veranstaltung wie in einer Dauerwerbesendung weichgespült. Der Umzug generell wurde nicht zur Diskussion gestellt, Details der Umsetzung standen im Fokus. Die Räumlichkeiten der alten WU und der späteren Karlsgasse 11 sollten uns als schmackhaft verkauft werden.

Lasst uns Gehör verschaffen. Ein auch nur temporärer Umzug der Raumplanung hat weitreichende Folgen für die Studienrichtung, die Studierenden und die Fakultät, die sich in der Bildung der zukünftigen Planer*innen und damit schlussendlich auch der zukünftigen Planung in Österreich auswirkt. Ebenso sind weit nicht alle offenen Fragen in diesem Prozess ausgeräumt. Die Information von Rektorat und GUT hat weder Quadratmeterzahlen in der WU, noch in der Karlsgasse 11 beinhaltet. Während den Lehrenden pro Person fixe Quadratmeterzahlen zur Verfügung stehen, welche auch von der TU Wien gewährt werden müssen, sind die Räume, die von den Studierenden zum Lernen und Arbeiten, aber auch als Sozial- und Lebensraum genutzt werden, keine Selbstverständlichkeit, sondern wurden mühsam von engagierten Student*innen erkämpft.

Wir laden euch daher alle ein eure Meinung zu sagen, zu entscheiden wie die Position der Studierendenvertretung in diesem Prozess sein soll, aber auch um uns alle zu vernetzten, um unseren Raumanspruch und dem Wunsch nach Leben auf der Universität, nach Freiräumen und Begegnungsorten auch in “Ausbildungsmaschinen” wie der alten WU umzusetzen.

Dieses Treffen findet nächsten Mittwoch um 18:30 im Hörsaal 6 statt.

Wir hoffen du kannst dir Zeit nehmen,

deine fs_raum

[1] http://ar.tuwien.ac.at/fileadmin/artu_data/Daten/Fakultaet/ueber_uns/Entwicklungsplan_2012_homepageversion.pdf Seite 67

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